Phare du Grand-Charpentier, Leuchtturm im Meer der Loire-Mündung, Saint-Nazaire, Frankreich
Der Phare du Grand-Charpentier ist ein Leuchtturm in Saint-Nazaire, der sich an der Loire-Flussmündung erhebt und einen kegelstumpfförmigen Turm mit glatter Steinoberfläche aufweist. Die Struktur endet in einer Laterne, die die Einfahrt zum Fluss markiert und eine wichtige Orientierungshilfe für die Schifffahrt darstellt.
1808 entwarf der Architekt Mathurin Crucy aus Nantes für das Napoleon vorgelegte Hafenprojekt einen pyramidenförmigen Leuchtturm, der jedoch nur eine Zeichnung blieb. Ab 1826 kennzeichnete eine Eisenbake die Felsen der Charpentiers; 1850 ersetzte sie ein gemauerter Turm, der 1877 nach einem Sturm wiederaufgebaut und 1887 erneut zerstört wurde. Der heutige Leuchtturm entstand 1884 bis 1887, wurde 1888 in Betrieb genommen, im Zweiten Weltkrieg gelöscht und am 13. August 1945 wieder entzündet.
Der Name stammt vom Felsplateau der Charpentiers, nicht von Schiffszimmerleuten; der Leuchtturm gehört zur Befeuerung des Loire-Fahrwassers, zusammen mit den Leuchttürmen La Banche, Le Pilier und Aiguillon. Er ist nicht zu besichtigen, doch sein grauer Turm und die grüne Laterne sind vom Semaphor an der Pointe de Chémoulin aus zu sehen.
Der Leuchtturm kann nicht besichtigt werden. Der Zugang ist schwierig: Nur ein kleines Boot kann vor Ebbe einen 56 Meter langen Steg erreichen. Der Turm steht auf dem Felsplateau der Charpentiers, 1,3 Seemeilen vor der Pointe de Chémoulin.
Der Leuchtturm wurde 2011 als historisches Denkmal anerkannt, eine Anerkennung, die seine Bedeutung für die französische maritim-technische Entwicklung unterstreicht. Diese Einstufung schützt die Struktur und bewahrt ihre Rolle als wichtiger Orientierungspunkt für die moderne Schifffahrt.
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