Les Orgues d’Ille-sur-Têt, Geologische Formation in Ille-sur-Têt, Frankreich.
Die Orgues d'Ille-sur-Têt sind eine natürliche Stätte mit hohen Säulen aus weichem Gestein in Weiß-, Beige- und Hellbrauntönen, die durch Erosion zu skulpturalen, unregelmäßigen Formen geformt wurden. Schmale Wege schlängeln sich zwischen den vertikalen Säulen hindurch und ermöglichen es Besuchern, die Schichten aus Sedimentgestein aus nächster Nähe zu betrachten, während niedrige Sträucher und Gräser die Basis umgeben.
Die Sedimentschichten entstanden vor etwa fünf Millionen Jahren, als das Gebiet von einem flachen Meer bedeckt war, das Ablagerungen aus den Pyrenäen sammelte. Nach dem Rückzug des Meeres begannen Wind und Regen die weichen Sedimente abzutragen und die heute sichtbaren Säulen zu formen.
Schulklassen aus der Region besuchen die Gesteinsformationen regelmäßig für Unterricht über Erosion und Geologie direkt im Gelände. Hobbyfotografen kommen wegen der außergewöhnlichen Formen, die an fremde Planeten erinnern, und Wanderer nutzen den Rundweg für einen ruhigen Spaziergang in der Natur.
Der Ort liegt westlich von Perpignan und ist über eine ausgeschilderte Straße vom Zentrum von Ille-sur-Têt aus erreichbar. Ein Rundweg führt zwischen den Gesteinsformationen hindurch und lässt sich in weniger als einer Stunde zu Fuß bewältigen, wobei frühmorgens und am späten Nachmittag das Licht am besten für Fotos ist.
Die Säulen verändern sich weiterhin durch anhaltende Erosion, manche wachsen oder schrumpfen jedes Jahr um einige Zentimeter. Fossile Muschelschalen und Meeresorganismen in den Sedimentschichten belegen, dass dieses Gebiet einst unter Wasser lag und Teil eines alten Meeresbodens war.
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