Ouvrage Boussois, Militärische Befestigung in Boussois, Frankreich.
Ouvrage Boussois ist eine Militärbefestigung in Boussois, Nordfrankreich, mit drei durch unterirdische Galerien verbundenen Infanterieblöcken. Innen gibt es Bereiche für Kasernierungen, Munitionslager und operative Einrichtungen für den Betrieb der Anlage.
Die Befestigung entstand in den 1930er Jahren als Teil der modernen französischen Verteidigungslinie. Während beider Weltkriege wurde sie von deutschen Streitkräften eingenommen, zuerst 1914 und dann erneut 1940.
Das Bauwerk zeigt französische Militärtechnik der 1930er Jahre und verbindet Elemente aus dem älteren Séré-de-Rivières-Fortifikationssystem. Diese Verbindung macht sichtbar, wie sich die französische Befestigungstradition über Jahrzehnte entwickelt hat.
Das Maginot-Werk ist nicht zugänglich, seine Oberfläche ist von Unkraut und Dornen überwuchert. Die Anlage liegt auf Höhe 166 nördlich der Straße D 959 zwischen Boussois und Marpent, ohne Einrichtungen für Besucher. Das alte Fort und das Werk liegen auf demselben Gelände, die Reste sind nur von außen zu sehen.
Das Maginot-Werk wurde innerhalb der Mauern des alten Fort de Boussois errichtet; der Bau wurde durch alte Minen unter dem Gelände erschwert. In vier Kampftagen im Mai 1940 verschoss es 500.000 Maschinengewehrpatronen, 1.400 Mörsergranaten, 500 Granaten vom Kaliber 25 mm und 160 vom Kaliber 47 mm.
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