Pierre aux neuf gradins, Prähistorischer Megalith in Soubrebost, Frankreich.
Der Pierre aux neuf gradins ist ein Granitaufschluss auf einem bewaldeten Hügel in Soubrebost im Département Creuse: Sein Hauptblock, etwa 2,5 m hoch, hat neun grob gehauene Stufen von mindestens einem Meter Breite und 10 cm Höhe, eine vom Gipfel herabführende Rinne und eine abgeflachte Gipfelplattform, die zwei natürliche Becken ausspart. Drei Steine zeigen Werkzeugspuren; ein vierter, etwa 3 m hoch, steht davor.
Für die bearbeiteten Steine sind weder Datierung noch Erbauer belegt; die Quelle nennt keine Grabung und keine Datierung. 1895 beschrieb Martin Nadaud in seinen Memoiren die neun Stufen und zwei Becken, die die Dorfbewohner den Druiden zuschrieben. Ein ähnliches Monument steht im Castro de Ulaca in Spanien, dem Gebiet der Vettonen.
Im limousinischen Okzitanisch heißt der Ort „La peira daus nòu esbalets“, der Stein mit den neun Stufen. Andrée Louradour überlieferte, dass das Wasser in den Becken Fieber heilte, wenn man eine Münze oder Nadel hineinwarf, und Hautausschläge oder Kopfhautleiden von Kindern, wenn man diese dort wusch; Anfang des 20. Jahrhunderts hinterließen Geheilte zum Dank ein Kleidungsstück. Mädchen, die heiraten wollten, oder Ehefrauen, die die Treue ihres Mannes sichern wollten, warfen Nadeln in ein Becken und tranken dessen Wasser.
Die Stätte ist das ganze Jahr über zugänglich und liegt auf einem markierten Weg durch bewaldetes Gelände außerhalb des Dorfes. Feste Schuhe sind notwendig, da der Boden uneben sein kann und die Umgebung feuchte Abschnitte haben kann.
Die Kuppe des Hauptblocks wurde leicht zu einer ebenen Plattform behauen, ohne die beiden natürlichen Mulden anzutasten; Martin Nadaud maß sie 1895 mit 1 m auf 1,57 m und 62 cm Durchmesser, verbunden durch einen Kanal. Ein ähnliches Monument steht im Castro de Ulaca in Spanien.
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