Passerelle de la Mare, Fußgängerbrücke im 20. Arrondissement, Paris, Frankreich
Die Passerelle de la Mare ist eine Stahlbogenbrücke im Belleville-Viertel, die zwei Teile der Rue de la Mare über die ehemalige Petite-Ceinture-Bahnlinie verbindet. Die Konstruktion hat eine einfache, funktionale Form, die das Industrieerbe des 20. Arrondissements widerspiegelt.
Die Fußgängerbrücke steht an der Stelle des ehemaligen Bahnhofs Ménilmontant, der seit der Einstellung des Personenverkehrs auf der Petite Ceinture im Jahr 1934 stillgelegt war. Der Bahnhof wurde später abgerissen und durch die Gebäude 7-11 in der Rue de la Mare ersetzt, während die Brücke die beiden Teile der Straße weiter verband. Wegen ihres schlechten Zustands ließ die Stadt Paris sie abreißen und originalgetreu wieder aufbauen, wobei nur die Gitter erhalten und erneuert wurden; die Einweihung erfolgte Anfang 2021.
Die Brücke ist nach der Rue de la Mare benannt, deren Name an einen alten, von Belleville-Quellen gespeisten Teich erinnert. Sie erscheint in Jules Dassins Film Du rififi chez les hommes (1955), mit einer auf dem Steg gedrehten Szene, und in Fotografien von Willy Ronis aus dem Band Belleville Ménilmontant von 1954.
Der Übergang erfolgt über zwei gerade Treppenläufe: einen breiteren unteren Lauf mit dunkelgrauen Stufen vom gepflasterten Bereich und einen schmaleren oberen Lauf in dessen Verlängerung. Hellgraue Metallgeländer mit spitzen senkrechten Stäben säumen beide Läufe und verlaufen am Podest waagerecht. Der Steg ist nur zu Fuß über die Treppen erreichbar.
Willy Ronis fotografierte die Fußgängerbrücke für seinen 1954 erschienenen Band Belleville Ménilmontant; die Neuauflage von 1999 zeigt eines dieser Bilder auf dem Cover. Eine Szene von Jules Dassins Film Du rififi chez les hommes (1955) spielt auf der Brücke, und Michel Audiards La Métamorphose des cloportes (1965) zeigt sie zweimal, mit Lokomotivpfiff und Rauch, obwohl die Petite Ceinture den Personenverkehr bereits 1934 eingestellt hatte.
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