Tombs in Saint-Denis, Königliche Nekropole in der Basilika Saint-Denis, Frankreich
Die Gräber in Saint-Denis bilden eine königliche Ruhestätte innerhalb der gotischen Basilika im Norden von Paris. Zweiundvierzig Herrscher, zweiunddreißig Königinnen und dreiundsechzig weitere Mitglieder der französischen Monarchie ruhen hier in monumentalen Sarkophagen und unter steinernen Liegefiguren, die sich über das Hauptschiff, die Seitenkapellen und die königliche Gruft verteilen.
Dagobert I. wurde im siebten Jahrhundert als erster König hier beigesetzt und begründete damit die Tradition der königlichen Grablege. Über die folgenden zwölf Jahrhunderte wählten nahezu alle französischen Herrscher bis zu Ludwig XVIII. diesen Ort als ihre letzte Ruhestätte.
Die liegenden Figuren auf den Gräbern zeigen Könige und Königinnen in zwei Zuständen: oben in vollem Ornat und unten als nackte Körper im Tod. Diese doppelte Darstellung spiegelt die mittelalterliche Vorstellung wider, dass die königliche Würde ewig bleibt, während der Körper vergeht.
Die Gräber verteilen sich auf mehrere Bereiche der Basilika, darunter die königliche Gruft und die seitlichen Kapellen. Ein Rundgang führt durch die verschiedenen Abschnitte, wobei die Beleuchtung an manchen Stellen gedämpft ist, um die Denkmäler zu schützen.
Im Jahr 1793 öffneten Revolutionäre die Gräber und entfernten die königlichen Überreste, die anschließend in einer Grube außerhalb der Basilika beigesetzt wurden. Ludwig XVIII. ordnete später die Rückführung und Wiederbestattung der sterblichen Überreste in einer gemeinsamen Gruft an.
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