Puits du Marais, Förderturm in Le Chambon-Feugerolles, Frankreich
Der Puits du Marais ist ein blaugraues Stahlfördergerüst auf einem Steinbau mit rotem Ziegeldach. Zwei große Räder sitzen oben unter einem kleinen Ziegeldach, und vier schräge Beine sind mit Trägern verstrebt. Darunter hat die Steinfassade drei bogenförmige Öffnungen mit senkrechten Metallgittern, und drei helle Platten mit schwarzen Symbolen stehen zwischen Blumen.
Der Schacht wurde zwischen 1903 und 1909 erbaut und reichte bis in eine Tiefe von 524 Metern. Er diente hauptsächlich der Belüftung der Bergbausektoren und prägt seit über hundert Jahren das Landschaftsbild des Tales.
Der Schacht verkörpert das Industrieerbe des Kohleabbaus im Tal der Ondaine, das bis heute das Landschaftsbild prägt. Das Bauwerk zeigt, wie wichtig diese Anlagen für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region waren.
Das Gelände ist von außen einsehbar und bietet einen klaren Blick auf die Struktur des Schachts und der Förderanlage. Ein Besuch ist möglich in den Monaten mit warmem Wetter, wenn die umliegenden Wege trocken und begehbar sind.
Der Schacht enthielt zwei separate Kammern, die unabhängig voneinander für unterschiedliche Bergbaubereiche genutzt wurden. Diese technische Lösung war für die damalige Zeit eine bemerkenswerte Innovation in der Förderanlagenkonstruktion.
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