Puy de Chalard, Erloschener Vulkan in Manzat, Puy-de-Dôme, Frankreich
Der Puy de Chalard ist ein erloschener zusammengesetzter Vulkan auf dem Gebiet der Gemeinde Manzat in den Combrailles, knapp 40 Kilometer nordwestlich von Clermont-Ferrand. Er besteht aus einem phreatomagmatischen Maar, das heute weitgehend überdeckt ist, und einem strombolianischen Schlackenkegel aus kaliumreichem Trachybasalt. Eine Explosion sprengte später einen Teil seiner Nordwestflanke heraus und entsandte dorthin einen Lavastrom. Der bewaldete Hügel erhebt sich über Weideland.
Der Puy de Chalard entstand zunächst als phreatomagmatisches Maar, ein durch Dampfexplosionen gebildeter Krater. In ihm baute sich später ein strombolianischer Schlackenkegel aus kaliumreichem Trachybasalt auf, der das Maar fast vollständig überdeckte. Eine spätere Explosion sprengte einen Teil der Nordwestflanke heraus und entsandte einen Lavastrom in diese Richtung. Die Thermoluminiszenzdatierung einer Probe dieser Flanke durch Guérin (1983) ergab ein Alter von 51.050 ± 7.900 Jahren BP.
Der Name stammt aus dem Okzitanischen: „puei“ (Puy, ein Vulkanberg) und „chaslar“, das im gesamten nordokzitanischen Gebiet eine mittelalterliche Burg bezeichnet. Der Gipfel liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Manzat in den Combrailles; der Name bewahrt so die Erinnerung an eine Burg.
Der Vulkan liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Manzat, rund 40 Kilometer nordwestlich von Clermont-Ferrand und etwa 7 Kilometer westlich der Randstörung des Limagne-Grabens. Der Gour de Tazenat liegt 2,5 Kilometer nordnordöstlich, das Maar de Beaunit 7 Kilometer südlich. Östlich des Weilers Touzet, südlich des Puy, stehen 6 bis 7 Meter mächtige Auswurfbrekzien des Maars an.
Der Vulkan sitzt auf einem verborgenen Maar, einem älteren Explosionskrater, der fast vollständig vom späteren Schlackenkegel überdeckt wurde; seine nahezu kreisrunde Senke ist im Gelände noch erkennbar, der Rand durch Aufschlüsse des Grundgebirges markiert. Östlich des Weilers Touzet enthalten Auswurfbrekzien von 6 bis 7 Metern Mächtigkeit eckige Bruchstücke von Granit, Mikrogranit und Rhyolithtuff des Viséums sowie Lapilli und Basaltblöcke, einige mit Brotkrustenstruktur.
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