Bastia Cathedral, Religiöses Bauwerk in Bastia, Frankreich
Die Pro-Kathedrale Sainte-Marie von Bastia hat eine hellgelbe Barockfassade mit weißer Gliederung, vier großen Pilastern mit verzierten Kapitellen im unteren Bereich und einem vorspringenden weißen Gesims. Das Obergeschoss zeigt vertikale Pilaster, Bogennischen und ein zentrales Bogenfenster; den Abschluss bildet ein gestufter, skulptierter Aufsatz. Daneben steht ein 38 Meter hoher Campanile.
1489 wurde eine Pfarrkirche begonnen, die ab 1496 dem Bischof als Kathedrale diente. Der heutige Bau wurde ab 1604 errichtet, als der Grundstein gelegt wurde; 1611 stürzten die Gewölbe der drei Schiffe ein, und ein Vermächtnis von Giovanni Pasquale Corso, einem in Sevilla 1612 gestorbenen Seekapitän, ermöglichte die Fertigstellung. 1625 wurde die Kirche geweiht; von 1570 bis 1802 war sie Sitz des Bistums Mariana und Accia, das dann aufgehoben und Ajaccio angegliedert wurde.
Der Name der Kathedrale bezieht sich auf die heilige Maria von Assunta und verweist auf eine regionale Verehrung. Im Inneren finden sich religiöse Kunstwerke, die zeigen, wie die Gemeinde ihren Glauben ausdrückte.
Das Gebäude befindet sich zentral in Bastia und ist zu Fuß leicht zu erreichen, besonders vom alten Hafenviertel aus. Besucher sollten beachten, dass die Öffnungszeiten je nach religiösen Veranstaltungen variieren können.
In der Kathedrale steht der Thron des Gouverneurs des Königreichs Korsika, im Chor dem Thron des Bischofs gegenüber. Alle zwei Jahre übergab der scheidende Gouverneur hier seinem Nachfolger die Schlüssel und das Zepter des Königreichs auf einem silbernen Tablett.
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