Pont Boutiron, Historische Stahlbetonbrücke zwischen Creuzier-le-Vieux und Vichy, Frankreich.
Die Pont Boutiron ist eine Straßenbrücke über den Allier mit drei ungleichen Öffnungen von 67, 72 und 67 m, aus schwach bewehrtem Beton. Ihre sehr flachen Dreigelenkbögen tragen eine dünne Fahrbahnplatte über durchbrochene Dreiecksverbände; die Brüstungen bestehen aus vorgefertigtem Beton mit durchbrochenem Muster. Ein breiter Pfeiler steht im Wasser.
Eine ab 1854 errichtete erste Brücke, die eine Fähre ersetzte, wurde bereits 1856 von einem Allier-Hochwasser weggerissen; eine 1857 wiederaufgebaute Hängebrücke mit Holzfahrbahn diente bis zum Bau der Betonbrücke. Eugène Freyssinet entwarf die 1912–1913 errichtete Stahlbetonbrücke als eine von drei Brücken, die problematische Hängebrücken zum Schätzpreis allein der Veurdre-Brücke ersetzten. 2021 wurde sie als Monument historique eingetragen.
Diese Brücke zeigt eine Besonderheit in ihrer Konstruktion: Sie war eines der ersten Bauwerke, das eine spezielle Gelenktechnik nutzte, die den Ingenieuren half, mit den Bewegungen des Bauwerks umzugehen. Besucher können diese technische Neuerung in der Form der Bogenöffnungen erkennen.
Die Brücke trägt die Route départementale D27 und ist auf Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen beschränkt. Sie verbindet die nördlichen Vororte von Vichy mit Charmeil und dem Flughafen Vichy-Charmeil am linken Ufer. Zwischen September und Oktober 2012 war sie für Verstärkungsarbeiten an den Pfeilern gesperrt, die 315.000 Euro kosteten.
Während des Baus 1913 überraschte ein Hochwasser die noch nicht fertiggestellte Brücke, während der Beton aushärtete. Der Ingenieur musste schnell Notmaßnahmen ergreifen, um die frische Konstruktion vor Schäden zu bewahren.
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