Réserve naturelle nationale de Moëze-Oléron, Nationales Naturschutzgebiet in Charente-Maritime, Frankreich.
Die Réserve naturelle nationale de Moëze-Oléron ist ein geschütztes Naturgebiet an der Mündung der Charente, das aus ausgedehnten Mooren, Gezeitenflats und Wasserflächen besteht. Das Gelände wird von den Gezeiten geprägt, die täglich die Landschaft umgestalten und ein komplexes Mosaik aus Wasser, Schilf und Schlickflächen schaffen.
Das Gebiet entstand zwischen 1830 und 1850 durch die Anlage von Poldern, die die Salzwiesen und Feuchtgebiete formten. Der offizielle Schutzstatus wurde 1985 verankert, um die wertvollen Ökosysteme und Zugvögel zu bewahren.
Der Ort trägt seinen Namen von den beiden Gemeinden Moëze und Oléron, die ihn begrenzen, und spiegelt die enge Verbindung zwischen Menschen und Natur wider. Besucher können hier beobachten, wie Vogelbeobachter in den Schilfgebieten stehen und auf die wechselnden Wasserstände reagieren, die den Rhythmus des täglichen Lebens prägen.
Man kann das Gelände das ganze Jahr über über markierte Wege und Beobachtungspunkte erkunden, wobei die beste Sicht auf Vögel in den kühleren Monaten gegeben ist. Ein Informationszentrum bietet Orientierung und Hintergrundwissen, um das Gelände selbstständig zu durchqueren.
Das Reservat ist einer von fünf wichtigsten Überwinterungsplätzen für Wasservögel in Frankreich und zieht jedes Jahr Zehntausende von Zugvögeln an. Dieser internationale Reichtum an Vogelarten macht es zu einem Ort von großer ökologischer Bedeutung, auch wenn es oft weniger bekannt ist als andere französische Naturschutzgebiete.
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