Réserve naturelle nationale de la baie de l'Aiguillon, Nationales Naturschutzgebiet an der französischen Atlantikküste.
Dieses geschützte Feuchtgebiet erstreckt sich über etwa 4.900 Hektar zwischen den Départements Vendée und Charente-Maritime und ist geprägt von ausgedehnten Wattflächen, die von Salzwiesen umgeben sind und wesentliche Nahrungs- und Rastgebiete für zahlreiche Zugvogelarten das ganze Jahr über bieten.
Das Reservat wurde offiziell in zwei Phasen eingerichtet, wobei der Vendée-Abschnitt 1996 unter dem Kabinett Juppé II geschaffen und der Charente-Maritime-Teil 1999 während der Jospin-Regierung hinzugefügt wurde, nach ersten Schutzvorschlägen aus dem Jahr 1959.
Die Bucht pflegt starke Verbindungen zur traditionellen Muschelzucht auf Holzpfählen namens Bouchots, einer in dieser Region erfundenen Anbaumethode, die weiterhin die lokale Landschaft und Wirtschaft prägt und dabei mit Naturschutzbestrebungen koexistiert.
Besucher können über das französische Amt für Biodiversität und die Liga zum Schutz der Vögel an organisierten Führungen und Bildungsaktivitäten teilnehmen, wobei strategische Aussichtspunkte an der Pointe Saint-Clément und am Port du Pavé für Tierbeobachtungen zur Verfügung stehen.
Das Reservat beherbergt jährlich über 74.000 Wasservögel und dient als Referenzstandort für die Erforschung halophiler Ökosysteme, während es von der Finanzierung des europäischen LIFE-Programms profitiert, das Initiativen zur Lebensraumwiederherstellung und wissenschaftlichen Überwachung unterstützt.
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