Abbaye royale de Saint-Michel-en-l'Herm, Benediktinerabtei in Saint-Michel-en-l'Herm, Frankreich.
Die Abbaye royale de Saint-Michel-en-l'Herm ist eine ehemalige Benediktinerabtei mit gotischen Elementen und den Resten ihrer mittelalterlichen Gebäude. Die Anlage zeigt noch heute Teile des Kapitelsaals, Überreste von Heizzimmer und den Südflügel der Kirchenanlage mit typischen Konstruktionstechniken aus dem Mittelalter.
Die Abtei wurde Ende des 7. Jahrhunderts von Bischof Ansoald von Poitiers auf einer Insel gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen Religionszentrum. Im Jahr 1516 verlieh König Franz I. der Abtei den Königstitel, was zur Ernennung von Aristokraten wie Kardinal Mazarin führte.
Die Abtei war eng mit der Entwicklung der umliegenden Sümpfe verbunden, da die Mönche dort Fischerei und Salzgewinnung betrieben. Diese Arbeiten prägten das Landschaftsbild der Region nachhaltig und zeigen noch heute, wie klösterliche Gemeinschaften ihre Umgebung gestalteten.
Besucher sollten sich auf unebenes Gelande und teilweise fehlende Treppen einstellen, da die Ruinen nicht vollstandig restauriert sind. Es wird empfohlen, bequeme Schuhe zu tragen und Zeit zum Erkunden der verschiedenen Bereiche der Anlage zu planen.
Die Abtei entstand ursprünglich auf einer echten Insel im Meer, die später durch Landgewinnung und Sumpftrockenlegung mit dem Festland verbunden wurde. Diese geografische Transformation zeigt, wie Mönche nicht nur ihre Gebäude bauten, sondern auch die Landschaft selbst umgestalteten.
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