Villa Kérylos, Griechische Villa in Beaulieu-sur-Mer, Frankreich.
Die Villa Kerylos ist ein zwischen 1902 und 1908 vom Architekten Emmanuel Pontremoli für den Archäologen Théodore Reinach erbautes Haus im Stil der griechischen Wiederbelebung an der Spitze der Baie des Fourmis. Ihr quadratischer Peristyl wird von zwölf monolithischen Säulen aus weißem Carrara-Marmor umschlossen, die Nicoli behaute; die Räume bilden ein hellenistisches Haus aus Delos nach, mit Fresken von Adrien Karbowsky und Gustave-Louis Jaulmes und Stuckarbeiten von Paul-Jean-Baptiste Gasq.
Der Archäologe Théodore Reinach ließ die Villa zwischen 1902 und 1908 vom Architekten Emmanuel Pontremoli nach dem Vorbild der Häuser von Delos errichten. Seine Frau Fanny Kann aus der Familie Ephrussi trug den Großteil der neun Millionen Goldfranken. Reinach vermachte sie 1928 dem Institut de France; 1966 als Monument historique eingestuft, wurde sie 1967 Museum.
Das Innere zeigt Nachbildungen griechischer Möbel und dekorativer Elemente, die widerspiegeln, wie wohlhabende Menschen in der Antike lebten. Man kann sich hier vorstellen, wie der Alltag in einem griechischen Herrenhaus ausgesehen haben könnte.
Die Villa liegt an der 65 rue Gustave Eiffel an der Spitze der Baie des Fourmis; der Eingang befindet sich auf der Landseite, die Meeresfassaden und der Garten sind vom Küstenweg aus zu sehen. Garten, Pförtnerhaus, Bootsgarage und Zöllnergalerie wurden 2024 und 2026 unter Schutz gestellt. Von Februar bis September finden Kolloquien und Kulturveranstaltungen statt, weshalb einzelne Räume dann geschlossen sein können.
Unter den antiken Räumen befinden sich moderne Heizungssysteme aus dem frühen 20. Jahrhundert, die den Komfort mit historischer Authentizität verbinden. Diese versteckten technischen Innovationen zeigen, wie der Besitzer die alte Welt mit zeitgenössischem Wohlbefinden verschmelzen wollte.
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