Temple de la Petite Étoile, Protestantische Kirche in Levallois-Perret, Frankreich
Der Temple de la Petite Étoile steht an der Rue Anatole-France 81 in Levallois-Perret und wurde 1911–1912 vom Architekten Charles Letrosne auf einem lateinischen Kreuzgrundriss errichtet. Der Sockel besteht aus Mühlstein, das Holzgerüst ist mit Schiefer gedeckt, und aus dem Dach erhebt sich ein quadratischer Turmhelm mit Metallkreuz. Cremefarbene Wände stehen über rauem Stein und rotem Ziegel, links ein rundes Maßwerkfenster, rechts ein großes Spitzbogenfenster.
Der Tempel wurde 1911 bis 1912 von Architekt Charles Letrosne entworfen und gebaut, nachdem sich protestantische Gemeinden außerhalb der Befestigungen von Paris ausbreiteten. Die Entstehung des Ortes war eng mit der Expansion neuer religiöser Bewegungen in den Vororten der Hauptstadt verbunden.
Die Gemeinde gehört zur Vereinigten Protestantischen Kirche Frankreichs. Sie ging aus einem 1868 von Pfarrer Eugène Bersier an der Avenue de la Grande-Armée eröffneten Saal hervor, der 1874 zum Temple de l'Étoile wurde. Der Name Petite Étoile bezeichnet auch die 1912 erbaute Résidence de la Petite Étoile für Berufstätige unter 29 Jahren und Alleinerziehende.
Das Gebäude befindet sich in der Rue Anatole-France und lässt sich leicht über die Metro-Station Anatole France (Linie 3) erreichen. Der Zugang ist dank der guten Anbindung an das Pariser Verkehrsnetz unkompliziert.
Das Gebäude vereint Wohnungen und Büros in seiner Hauptstruktur und fungiert als Mehrfachnutzungsbau statt als reines Gotteshaus. Diese ungewöhnliche Kombination zeigt, wie religiöse Räume in städtischen Gebieten mit alltäglichen Funktionen verflochten wurden.
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