Temple du Goût, Privathaus aus dem 18. Jahrhundert in Nantes, Frankreich
Das Gebäude erstreckt sich über sechs Geschosse und verbindet Granit im Erdgeschoss mit Tuffstein in den oberen Stockwerken zu einer markanten Struktur. Ein großer Innenhof mit monumentaler Treppe prägt den Kern dieses klassischen Herrenhauses.
Das Haus entstand 1753 durch Architekt Pierre Rousseau für den Schiffseigner Guillaume Grou und dokumentiert eine Blütezeit des Nantaiser Seehandels. Es erhielt 1945 den Status eines geschützten Denkmals.
Die Fassade zeigt drei Maskarons mit Menschengesichtern, die maritime Handelsmotive darstellen und Nantes' wirtschaftliche Entwicklung widerspiegeln. Diese dekorativen Elemente verraten viel über den Wohlstand und die Verbindungen der Familie, die hier einmal lebte.
Das Gebäude ist privates Eigentum und normalerweise nicht zugänglich, es befindet sich an den Straßen Duguay-Trouin und Kervégan. Eine Besichtigung ist hauptsächlich während der Europäischen Tage des Denkmalschutzes möglich.
Das Gebäude nutzt niederländische Fundierungsgitter, eine spezielle Bautechnik für den sumpfigen Boden der Insel Feydeau. Diese Konstruktionsweise zeigt, wie Architekten die marschen Bedingungen des Gebiets kreativ bewältigt haben.
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