Vestiges antiques de Riez, archäologische Stätte in Frankreich
Die Vestiges antiques de Riez sind ein archäologisches Stätte in einem südfranzösischen Dorf, das von der römischen Zeit bis zur Gegenwart besiedelt wurde. Das Gelände zeigt verstreute Überreste eines ehemaligen Tempels mit einigen stehenden Granitsäulen, daneben liegen Ruinen von Bädern, Wohnbauten und ein frühchristliches Baptisterium aus dem 5. Jahrhundert.
Der Ort wurde vor zwei Jahrtausenden unter der Herrschaft des Kaisers Augustus gegründet und war Sitz eines florierenden römischen Stadtzentrums mit Tempel, Forum und öffentlichen Gebäuden. Nach dem Niedergang Roms wurde er vom frühen Christentum geprägt und erhielt im Mittelalter ein Bistum, das später bei der Französischen Revolution aufgelöst wurde.
Der Ort trägt den Namen Riez la Romaine und erinnert an seine Zeit als wichtiges römisches Zentrum. Die Bewohner des Dorfes bewahren diese Vergangenheit sorgfältig, und in den Häusern der Altstadt sind noch heute kunstvoll gestaltete Gipsdekorationen zu sehen, die ab dem 16. Jahrhundert angebracht wurden und das Aussehen prägen.
Das Gelände ist frei zugänglich und liegt im Zentrum des Dorfes nahe bei Wohnhäusern und der Kirche. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Boden uneben ist, und können die stehenden Säulen und Grundmauern direkt erforschen.
Im Innern des schlichten Baptisteriums aus dem 5. Jahrhundert verbergen sich antike Säulen, die aus älteren Gebäuden wiederverwendet wurden, was die Kontinuität zwischen der heidnischen und christlichen Epoche anzeigt. Dieses Merkmal ist in Frankreich selten und zeigt, wie frühe Christen lokale Materialien nutzten.
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