Vesunna, Gallo-römische archäologische Stätte in Périgueux, Frankreich.
Vesunna ist die gallo-römische Ausgrabungsstätte von Périgueux im Süden der Stadt. Ihr bekanntestes Bauwerk ist der Tour de Vésone, ein 24 Meter hoher Rundturm aus flachen Steinen und Ziegellagen mit einer Reihe kleiner Bogenöffnungen nahe der Spitze; er gilt als Tempel der Schutzgöttin der Stadt. Erhalten sind außerdem die Reste einer 1959 entdeckten Domus, die seit 2003 der Glas-Metall-Bau von Jean Nouvel schützt, sowie Spuren des Amphitheaters im Jardin des Arènes.
Die 1959 bei Bauarbeiten entdeckte Stätte enthüllt die Überreste der antiken Hauptstadt des Stammes der Petrocoren, die vom ersten bis vierten Jahrhundert n.Chr. besiedelt war und Strukturen mit Hypokaust-Heizsystemen und privaten Bädern umfasste.
Der Name des Ortes geht auf Vesunna zurück, eine lokale Schutzgöttin, vermutlich eine Quellgöttin, die an der heiligen Fontaine des Jameaux zwischen den Hügeln Écornebœuf und Boissière verehrt wurde. Die Petrocorii, deren Name als „vier Heere“ gedeutet wird, verarbeiteten laut Strabon Eisen und sandten 52 v. Chr. 5000 Krieger zu Vercingetorix. Der Rundgang des Museums umfasst 17 Stationen, darunter Tempel, Amphitheater, Stadtmauern, Bestattungskult, Handel, Wandmalerei, Heizung, Küche und Thermen.
Das von Jean Nouvel entworfene und 2003 eröffnete Vesunna-Museum schützt die Ruinen unter einer modernen Struktur mit Stegen, die es Besuchern ermöglichen, die antiken Überreste direkt zu erkunden und Sammlungen archäologischer Objekte zu betrachten.
Eine perfekt erhaltene Holzpumpe wurde in einem der Brunnen der Stätte entdeckt und liefert außergewöhnliche Belege für die fortschrittlichen hydraulischen Techniken, die von den Bewohnern dieser reichen gallo-römischen Residenz in Périgueux verwendet wurden.
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