Église Notre-Dame de Thines, Romanische Kirche in Malarce-sur-la-Thines, Frankreich.
Notre-Dame de Thines ist eine romanische Kirche mit polychromem Mauerwerk aus hellgrauen rechteckigen Steinblöcken, die mit rotbraunen und grauen Steinen wechseln. Die gekrümmte Außenwand trägt ein Band kleiner Bogenfriese und ein Bogenfenster mit strahlenförmig wechselnden Steinen, links davon eine kleine Halbsäule. Eine monumentale Treppe führt zu einem Portal mit vier Säulenstatuen und einem skulptierten Sturz.
Benediktiner errichteten die Kirche zwischen 1170 und 1190; sie hing von der Abtei Saint-Chaffre du Monastier ab. 1587 plünderten Hugenotten das Dorf und nahmen den alten Pfarrer gefangen; damals wurden die Statuen des Portals verunstaltet. Die Liste von 1862 stufte sie als Monument historique ein.
Die Kirche liegt an den alten Pilgerwegen zwischen Le Puy-en-Velay und Santiago de Compostela; ihre Benediktinerbauer unterstanden der Abtei Saint-Chaffre du Monastier. Die vier Säulenstatuen des Portals wurden 1587 verstümmelt, als Hugenotten das Dorf plünderten und den alten Pfarrer gefangen nahmen, nachdem sie am Fort von Thines gescheitert waren.
Die Kirche steht im Weiler Thines in der Gemeinde Malarce-sur-la-Thines, die über die Straße von Malarce aus erreichbar ist; die monumentale Freitreppe führt zum Portal mit vier Säulenstatuen. Das Gebäude ist als Monument historique klassifiziert, und der abgelegene Ort hat wenige Besucher, sodass die skulptierten Kapitelle und die Apsis in Ruhe betrachtet werden können.
Die polychrome Holzstatue der Muttergottes mit Kind aus dem 14. Jahrhundert, Notre-Dame de Thines, wurde am 4. Januar 1944 als historisches Objekt eingestuft, doch 1973 aus der Kirche gestohlen und ist seither verschwunden. Die romanische Kirche selbst steht seit 1862 unter Denkmalschutz.
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