St-Georges, Romanische Kirche in Néris-les-Bains, Frankreich.
Die Église Saint-Georges ist eine romanische Kirche aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Ihr Mittelschiff ist mit einer Spitztonne gedeckt, Rundbögen auf Säulen trennen es von den Seitenschiffen. In der Apsis stehen ein Altar, ein Kruzifix, brennende Kerzen und zwei Lampen; kleine Bogenfenster und ein Rundfenster über dem Altar belichten den Innenraum. Reihen einfacher Holzbänke füllen den Boden.
Das Gebäude entstand ursprünglich zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert als zivile römische Basilika. Es wurde später in eine Kirche umgewandelt und erhielt im 11. Jahrhundert bedeutende Umbauten, die sein heutiges Aussehen prägen.
Die Pfarrkirche wurde 1078 von Archambaud III. von Bourbon den Pröpsten und Kanonikern des Klosters Évaux übergeben. Ein päpstliches Privileg Hadrians IV. vom 23. April 1158 nennt sie unter dem Patrozinium des heiligen Georg unter den Gütern der Kanoniker. Vor 1267 war sie Sitz eines von Évaux abhängigen Priorats.
Der Ort empfängt Besucher das ganze Jahr über und bietet die Möglichkeit, das Gebäude in eigenem Tempo zu erkunden. Das Fremdenverkehrsbüro von Néris-les-Bains hält Informationsmaterial und Tipps für eine selbstgeführte Tour bereit.
Die Kapitelle unter der Vierung stammen aus dem 11. Jahrhundert: grobe herzförmige Blätter, eines mit einer Tierdarstellung, ein anderes mit einem kleinen Menschenkopf, aus dessen Mund Blätter sprießen. Die Kapitelle des Langhauses, ein Jahrhundert später, sind feiner, mit stilisierten Blättern, die in Voluten oder kleinen Köpfen enden.
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