Site antique de Néris-les-Bains, Archäologische Stätte in Néris-les-Bains, Frankreich.
Die antike Stätte von Néris-les-Bains bewahrt die Reste einer gallo-römischen Stadt, die aus einem 3 Hektar großen Oppidum der Latènezeit auf einem Granitplateau zu einer 200 Hektar großen Siedlung wurde. Ihre vor allem im 1. und 2. Jahrhundert errichteten Monumente umfassen zwei Thermenanlagen, ein Theater, Aquädukte, ein Amphitheater und ein Heiligtum. Ausgrabungen legten zudem Töpfer-, Bronze- und Beinschnitzerwerkstätten, die Villa von Cheberne und das Römerlager des Chaudes frei.
Der Ort entstand als protohistorische Siedlung der La-Tène-B-Zeit der Bituriges Cubi: ein dreieckiges Oppidum von 3 Hektar auf einer Granit-Hochebene, geschützt durch Erdwall und Graben. In gallo-römischer Zeit wurde daraus Aquae Nerii mit 200 Hektar Fläche, zwei Thermenanlagen, einem Aquädukt, einem Amphitheater und einem Heiligtum aus dem 1. und 2. Jahrhundert. Er lag am Kreuzungspunkt der Straßen Lyon–Poitiers, Bourges–Clermont-Ferrand und Limoges–Nevers; eine Abteilung der 8. Legion war hier stationiert.
Der Name der Stadt leitet sich vom Gott Nerios ab: Neriomagus und Aquae Nerii sind Abwandlungen seines Theonyms, und eine in drei Exemplaren gefundene monumentale Inschrift berichtet, dass Lucius Julius Equester, zweimal Duumvir und Flamen von Rom und Augustus, und seine beiden Söhne die Thermen dem Kaiserkult und dem Gott Nerio weihten. Auf der Peutinger-Tafel erscheint der Name als Aquis Neri.
Der Ort ist das ganze Jahr über zugänglich und bietet sich für einen Besuch zu jeder Jahreszeit an. Am besten erkundet man die Ausgrabungen zu Fuß, wobei man bequeme Schuhe tragen sollte, da der Untergrund uneben sein kann.
Die römischen Thermen wurden über drei in die Thermalquelle gegrabene Brunnen gespeist. 1964 legte die Reinigung des Grundes des sogenannten „Cäsarbrunnens“ eine römische Platte frei; eine in drei Exemplaren gefundene monumentale Inschrift bezeugt, dass Lucius Julius Equester, zweimal Duumvir und Flamen von Rom und Augustus, und seine beiden Söhne in denselben Ämtern die Thermenanlagen dem Kaiserkult und dem Gott Nerio weihten.
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