Église Saint-Nicaise de Rouen, Gotische Kirche im Stadtteil Saint-Marc, Rouen, Frankreich
Saint-Nicaise ist eine gotische Kirche aus hellem grauem Stein in Rouen; ihre Westfassade hat einen hohen, schmalen Turm mit spitzer Helmspitze und rechts davon einen steilen Giebel mit drei Spitzportalen, einer Rose und seitlichen Spitzfenstern. Das dunkle Schieferdach trägt einen kleinen Dachreiter. Schiff und Glockenturm wurden 1934 bis 1937 von Pierre Chirol und Émile Gaillard in Stahlbeton neu errichtet, mit einem einzigen hohen Schiff, das die Fenster von Max Ingrand belichten, und vier Betonbögen, die eine helle Kuppel tragen.
640 von Saint Ouen als Kapelle vor den Toren der Stadt gegründet, bewahrte sie die aus Gasny gebrachten Reliquien des heiligen Nicaise. 1388 wurde sie Pfarrkirche, ihr Pfarrer vom Abt von Saint-Ouen ernannt, und von 1538 bis 1561 entstand ein neuer Chor. 1560 plünderten Calvinisten die Kirche. Am 10. März 1934 zerstörte ein auf der Nordseite des Schiffs ausgebrochener Brand sie teilweise; Pierre Chirol und Émile Gaillard errichteten Schiff und Glockenturm 1934 bis 1937 in Stahlbeton neu, und am 13. Oktober 1940 wurde die Kirche geweiht.
Die Pfarrei trägt den Namen des heiligen Nicaise, dessen Reliquien Ouen, Erzbischof von Rouen, aus Gasny in die 640 von ihm gegründete Kapelle brachte. Die Kirche besaß eine Kanzel von 1636 und eine 1634 von Crépin Carlier gebaute Orgel, die 1927–1928 restauriert und am 24. Oktober 1928 von Joseph Bonnet eingeweiht wurde. Ab den 1990er Jahren wies der Erzbischof von Rouen, Mgr. Duval, sie dem traditionellen Ritus zu.
Das Gebäude liegt an der Rue Saint-Nicaise und ist mit den Buslinien F2, 15 und 22 erreichbar, mit der nächsten Haltestelle bei Saint-Vivien. Besucher sollten die Zugänglichkeit je nach Zustand oder anstehenden Arbeiten überprüfen.
2016 besetzten Aktivisten von Nuit debout die entweihte Kirche, reinigten den Boden und stützten fragile Kunstwerke ab; sie forderten, die Anwohner über die Zukunft des Gebäudes zu befragen, und wurden am 6. Juni vertrieben. Danach entstand der Verein La Boise de Saint-Nicaise, um das Bauwerk zu fördern und Umnutzungen zu prüfen.
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