Église Saint-Sauveur de La Rochelle, Religiöses Monument im Altstadthafen-Viertel, La Rochelle, Frankreich
Die Église Saint-Sauveur de La Rochelle ist ein Kirchengebäude im Viertel des Alten Hafens mit einer dreischiffigen Struktur und einem hervorstehenden Querschiff. Die Fassade zeigt vier korinthische Säulen und Skulpturen, während der Innenraum ein Altar aus Carrara-Marmor, religiöse Gemälde und eine Orgel enthält.
Eine erste Kirche wurde 1152 von Mönchen der Île d'Aix aufgrund einer Bulle Papst Eugens III. erbaut und 1217 zur Pfarrei erhoben. Ein Brand zerstörte sie 1419; der Neubau im Stil der Flamboyant-Gotik wurde 1492 vollendet. Nach der Plünderung von 1568 diente der Glockenturm als militärischer Beobachtungsposten. Die von 1652 bis 1679 errichtete Kirche brannte 1705 ab; der heutige Bau wurde von 1708 bis 1718 errichtet.
Ursprünglich der heiligen Magdalena geweiht, steht die Kirche unter dem Patrozinium des Heilands, also Christi, und wurde 1217 durch Ponce de Pons, Bischof von Saintes, zur Pfarrei erhoben. In den frühen Jahren der Reformation teilten sich die Geistlichen beider Konfessionen die Kirche, hielten ihre Gottesdienste zu verschiedenen Zeiten und teilten die Kerzenkosten.
Die Kirche liegt zurückgesetzt am quai Maubec nahe dem Alten Hafen; man erreicht sie vom Kai aus, nicht direkt vom Wasser. Die 1679 errichtete Eingangsfassade liegt zur Straße, das Schiff dahinter erreicht 18 Meter und überragt die umliegenden Häuser. Das Gebäude ist eine aktive Pfarrkirche, der Besuch richtet sich daher nach den Gottesdiensten.
Der ursprüngliche Glockenturm des Gebäudes stammt aus der Gotik und war während religiöser Auseinandersetzungen so wichtig, dass man ihn als Beobachtungsposten nutzte. Seine Existenz über Jahrhunderte hinweg zeugt von seiner stabilen Konstruktion trotz aller Widrigkeiten.
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