St-Symphorien-les-Carmes, Gotische Pfarrkirche im Zentrum von Avignon, Frankreich.
Die Église Saint-Symphorien d'Avignon ist eine einschiffige gotische Kirche an der Place des Carmes, sieben Joche lang und von zwei Reihen zu je sieben nicht verbundenen Seitenkapellen gesäumt. Ihre flache Hausteinfaçade trägt eine kleine Fensterrose mit sternförmigem Maßwerk über einem Spitzbogenportal. Das 1836 aus Ziegeln errichtete Innengewölbe überspannt ein breites Schiff; die rückwärtige Orgelempore birgt ein dunkles Holzgehäuse mit silbernen Pfeifen.
Die Grands Carmes ließen sich 1267 außerhalb der Mauern von Avignon nieder und errichteten dort Kloster und Kirche. Johannes XXII. begann 1320 einen Neubau, den Clemens VI. weiter finanzierte; die Klosterkirche wurde am 10. April 1520 geweiht. Nach einem Einsturz am 20. Mai 1672, der nur Fassade, Chor und Seitenkapellen stehen ließ, dauerte der Wiederaufbau über sechs Jahre, und die Kirche wurde am 9. Juli 1678 erneut gesegnet.
Die Kirche trägt den Namen des heiligen Symphorianus, dessen Martyrium auf vier Guillaume-Ernest Grève zugeschriebenen Leinwänden, wohl von 1602, und in einer Apotheose des heiligen Symphorianus von Philippe Sauvan (1780) dargestellt ist. Diese fünf Gemälde stammen aus der alten Pfarrkirche Saint-Symphorien, die 1803 abgerissen wurde und deren Aufgaben und Patrozinium hierher übertragen wurden.
Die Kirche steht an der Place des Carmes im östlichen Teil der ummauerten Altstadt von Avignon, wenige Schritte von der Rue Carreterie entfernt. Der Zugang erfolgt vom Platz durch das spitzbogige Hauptportal; Schiff und Seitenkapellen öffnen sich direkt zum Mittelgang. Die Orgelempore liegt am hinteren Ende des Schiffs, über dem Eingang.
Beim Einsturz von 1672 blieben nur Fassade, Chor und Seitenkapellen stehen; der Wiederaufbau dauerte über sechs Jahre, und die Kirche wurde am 9. Juli 1678 erneut gesegnet. Danach blieb das Schiff bis 1836 unter einem sichtbaren Holzgebälk, als das heutige Tonnengewölbe aus Ziegeln mit Lünetten entstand.
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