Église Saint-Étienne, Katholische Kirche in Uzès, Frankreich.
Die Église Saint-Étienne ist eine Barockkirche in Uzès, erbaut 1764 bis 1774 nach einem Entwurf des Architekten Pierre Bondon aus Avignon. Sie hat einen griechischen Kreuzgrundriss, eine gerundete Frontmauer mit bogenförmigem Portal unter einem gemeißelten Kreuz und eine Kuppel mit Kreuz. Links steht der quadratische Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert mit offenen Arkaden.
An der Stelle dieser Kirche stand zunächst ein älteres Gotteshaus, das während der Religionskriege zerstört wurde. Der Neubau entstand nach Plänen des Architekten Pierre Bondon und zeigt den damaligen Trend zu klassischem, aufgeklärtem Design.
Die Kirche ist dem heiligen Stephan geweiht, dessen Fest am 26. Dezember begangen wird. Gestiftet wurde sie von Bischof Bonaventure Baüyn, dem 63. Bischof von Uzès; ihr griechisches Kreuz als Grundriss ordnet die Versammlung der Gläubigen um den Mittelraum. Der danebenstehende Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert diente als Wach- und Wehrturm.
Die Kirche befindet sich am Rande der mittelalterlichen Altstadt, wo man zu Fuß leicht zu ihr gelangt. Man kann einen Besuch gut mit der Erkundung der Gassen rundherum verbinden und die gesamte Gegend an einem Nachmittag erkunden.
Der massive rechteckige Glockenturm stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist ein Überbleibsel der ersten Kirche an diesem Ort. Er zeigt deutlich, wie Gebäude in mittelalterlichen Zeiten genutzt wurden - als Befestigungen und Wachtürme, nicht nur als religiöse Räume.
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