Beaujolais, Weinregion im östlichen Frankreich
Beaujolais erstreckt sich zwischen Lyon und der Saône über Teile der Départements Rhône und Saône-et-Loire und bildet ein Gebiet mit granithaltigem Untergrund und sanft ansteigenden Hängen. Weinberge ziehen sich in alle Himmelsrichtungen, durchbrochen von kleinen Dörfern und Wäldern, die dem Land Struktur geben.
Römer pflanzten die ersten Rebstöcke entlang der Saône, um Wein für ihre Handelsrouten zu sichern. Ab dem siebten Jahrhundert übernahmen Benediktinermönche die Pflege der Weinberge und formten die Methoden, die bis heute das Handwerk prägen.
Jedes Jahr im November feiern Winzer und Besucher die Ankunft des neuen Jahrgangs mit dem sogenannten Primeur, einem jungen Rotwein, der oft schon wenige Wochen nach der Lese getrunken wird. Diese Tradition prägt den Kalender vieler Dörfer und Weinkeller und bringt Menschen zusammen, die gemeinsam auf die Ernte anstoßen.
Die meisten Weingüter und Dörfer liegen entlang kleiner Landstraßen, die durch die Hügel führen und an Kellereien vorbeiziehen, wo Verkostungen möglich sind. Einige Anstiege können steil sein, daher ist bequemes Schuhwerk sinnvoll, wenn man durch die Weinberge laufen möchte.
An den höchsten Stellen erreicht das Gelände über tausend Meter Höhe, was ungewöhnlich für ein Weinbaugebiet ist und eine Mischung aus halbkontinentalen und mediterranen Einflüssen schafft. Diese Kombination sorgt für kühle Nächte und milde Tage, wodurch die Trauben langsam ausreifen und mehr Frische behalten.
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