Lac Bénit, Gletschersee in Mont-Saxonnex, Frankreich.
Lac Bénit ist ein Bergsee in Haute-Savoie, der sich in rund 1450 Metern Höhe befindet und von den Klippen des Grand Bargy umgeben ist. Das Wasser erstreckt sich über mehrere hundert Meter und wurde durch Gletscher während der Eiszeit geformt.
Der Lac Bénit liegt in einem Gletscherbecken auf 1.452 m am Nordhang der Bargy-Kette in Mont-Saxonnex. Drei ineinandergeschachtelte Moränenbögen säumen sein Nord- und Nordwestufer, und eine Moränendecke versiegelt seinen östlichen Abfluss. 1964 erhöhte ein 2 m hoher Damm den Wasserspiegel, verdoppelte die Fläche auf 4,1 ha und gewann 3 m Tiefe; die Einweihung fand am 11. Juli 1965 statt.
Der Lac Bénit steht im Mittelpunkt einer Ortssage: Feen badeten einst in ihm und sollen die Herstellung von Butter und Tomme in Mont-Saxonnex begründet haben. Die Bewohner von Marnaz und Mont-Saxonnex zogen am Sankt-Claudius-Tag in Prozessionen hierher, um ihre Dörfer vor Überschwemmungen zu schützen. 1988 hielt Abbé Arsène Bourgeaux fest, dass die Einwohner des Mont den See als Gründungsort ihrer Identität betrachten.
Besucher erreichen den See über einen markierten Weg vom Parkplatz Le Bété aus, wobei die Wanderung mehrere Stunden dauert. Es gibt zwei Zugangspfade, die sich in ihrer Steigung unterscheiden und somit verschiedene Fitnessniveaus bedienen.
Ein 1964 am Abfluss errichteter 2 m hoher Damm hob den Wasserspiegel, verdoppelte die Fläche um 2 ha und vertiefte den See um 3 m; die Einweihung fand am 11. Juli 1965 mit einer improvisierten Messe von Pfarrer Claude Scherantz statt. Zudem verlandet der See natürlich: Der aktive Schuttkegel des Col d'Encrenaz hat bereits rund ein Drittel seines Beckens verfüllt.
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