Ramparts of Neuf-Brisach, Militärische Befestigung in Neuf-Brisach, Frankreich.
Die Stadtmauer von Neuf-Brisach ist ein Verteidigungssystem auf achteckigem Grundriss mit acht bastionierten Türmen, die von ebenso vielen Contregarden gedeckt werden, dazu Tenaille und Halbmonde. Die Steinmauern, Gräben und Tore erstrecken sich über mehrere Kilometer. Der rosa Sandstein gelangte über einen eigens bis zu den Vogesen gegrabenen Kanal hierher.
Nach dem Frieden von Rijswijk 1697, durch den Frankreich die Festung Breisach am deutschen Rheinufer verlor, ließ Ludwig XIV. eine halbe Meile vom Strom entfernt eine neue Festungsstadt nach Plänen von Vauban und Jacques Tarade anlegen. Der erste Stein wurde am 18. Oktober 1698 gelegt, die Befestigungen waren 1702 fertig; der rosa Vogesensandstein kam über einen eigens dafür gegrabenen Kanal. 1870 hielt die Besatzung von 5.500 Mann und 108 Kanonen 33 Tage stand, bevor sie kapitulierte; ab 1875 wurden die Werke als deutscher Brückenkopf umgebaut.
Die Befestigungen zeigen französische Verteidigungsarchitektur durch ihr rationales geometrisches Design, das militärische Effizienz mit baulicher Exzellenz verbindet. Besucher können heute noch sehen, wie diese Struktur das tägliche Leben in der Stadt beeinflusst hat.
Der Wall lässt sich zu Fuß begehen; eine Metalltreppe an der Innenseite der Mauer führt hinunter in den Graben, wo auf dem Gras eine runde Metallplattform mit Geländer und eisernen Rädern steht. Die Mauern aus Quadermauerwerk schwingen und knicken ab, oben von einem Grasabhang gekrönt. Die Stadt kann sich nicht über die Festung hinaus ausdehnen, der Rundweg folgt daher ihrem Verlauf.
1870 hielt die Garnison von 5 500 Mann und 108 Kanonen der Belagerung durch deutsche Truppen 33 Tage stand, bevor sie kapitulierte. Ab 1875 wurden die Befestigungen umgebaut und bildeten den Kern des deutschen Brückenkopfs Neubreisach; auf einem Teil der alten Mauern wurde eine Eisenbahnlinie verlegt.
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