Neuf-Brisach, Militärische Befestigung im Grand Est, Frankreich
Neuf-Brisach ist eine achteckig angelegte Festungsstadt im Elsass mit geometrisch perfekter Anordnung. Die Straßen bilden ein regelmäßiges Muster um einen zentralen Platz, umgeben von massiven Steinmauern mit fünfeckigen Bastionen an den Ecken.
König Ludwig XIV beauftragte den Ingenieur Vauban 1698 mit dem Bau dieser Festungsstadt nach Frankreichs Verlust des ursprünglichen Breisach am rechten Rheinufer. Dieses System wurde zum letzten großen Befestigungswerk, das Vauban entwarf.
Die Stadt trägt einen französischen Namen, obwohl sie an der deutschen Grenze liegt, und diese Lage prägt bis heute das Alltagsleben der Bewohner. Menschen aus beiden Ländern nutzen die Straßen und den zentralen Platz, wo sich Sprachen und Gewohnheiten vermischen.
Das Gelände ist flach und vollständig von Mauern umgeben, die überall zugänglich sind und man kann um sie herumlaufen. Beste Zeit ist in wärmeren Monaten, wenn das Licht die Strukturen deutlicher zeigt.
Der Name "Neuf-Brisach" bedeutet wörtlich "Neu-Breisach" und verweist auf die alte Stadt, die Frankreich aufgeben musste. Vauban baute diese neue Stadt als direkten Ersatz nur wenige Kilometer westlich der ursprünglichen Lage.
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