Cité-jardin du Stockfeld, Historische Gartenstadt im Stadtteil Neuhof, Straßburg, Frankreich.
Die Cité-jardin du Stockfeld ist eine Wohnsiedlung in Straßburg, die auf etwa 12 Hektar rund 220 Wohneinheiten in verschiedenen Gebäudetypen verteilt. Die Häuser sind um geometrisch angelegte Plätze und einen zentralen Gemeinschaftsraum herum angeordnet, wobei jede Einheit über einen eigenen Garten verfügt.
Die Siedlung entstand zwischen 1910 und 1912 als Lösung für 460 Familien, die durch die Umgestaltung der Straßburger Innenstadt unter Bürgermeister Rudolf Schwander umgesiedelt werden mussten. Sie war eine der ersten großen Stadterneuerungsprojekte in Frankreich, die modernen Wohnkomfort mit Grünflächen verband.
Das Viertel folgt britischen Gartenstadt-Prinzipien und schuf einen Ort, wo Wohnen und Grünflächen zusammenkommen. Man sieht hier, wie die Bewohner ihre privaten Gärten nutzen und wie die gemeinschaftlichen Plätze das Zusammenleben prägen.
Das Viertel ist leicht zu Fuß zu erkunden und hat breite, ruhige Straßen, die es einfach machen, die Häuser und Gärten zu sehen. Der beste Weg, es zu verstehen, ist, langsam durch die verschiedenen Plätze zu gehen und die Anordnung der Gebäude zu beobachten.
Das Viertel erhielt 1996 den Status eines geschützten Denkmals, was seinen ursprünglichen Grundriss, die Fassaden, Dächer, Straßenzäune und Gärten bewahrte. Diese offizielle Anerkennung macht es heute zu einem seltenen Beispiel einer unveränderten frühen Gartenstadt aus dieser Epoche.
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