Villa Méditerranée, Archäologisches Museum und öffentliches Gebäude im 2. Arrondissement von Marseille, Frankreich.
Die Villa Méditerranée ist ein öffentliches Gebäude auf der Esplanade du J4 im Marseiller Viertel La Joliette, entworfen vom italienischen Architekten Stefano Boeri und 2013 eingeweiht. Ihre Form eines umgekehrten L ist fast vollständig vom Meer umgeben; ein 40 Meter langer Ausleger mit einer 760 m² großen Ausstellungsfläche ragt 19 Meter über ein 2 000 m³ fassendes Becken und wird von einer Stütze getragen. Helle Fassaden mit Fensterbändern liegen zum Wasser, und der vorspringende Glasbereich trägt die weiße Kleinbuchstabenaufschrift „vasco“ und „musée méditerranée“.
Das Gebäude wurde 2013 vom italienischen Architekten Stefano Boeri fertiggestellt und markierte einen neuen Wendepunkt in der städtischen Entwicklung Marseilles. Die Errichtung war Teil der größeren Bemühungen, den Hafen und die Uferzone für zeitgenössische Nutzungen umzuwandeln.
Seit dem 4. Juni 2022 beherbergt das Gebäude Cosquer Méditerranée mit einer Nachbildung der Cosquer-Höhle, einer paläolithischen Fundstätte. Besucher gehen durch eine rekonstruierte bemalte Höhle statt durch Originalfunde. Der Name Villa Méditerranée stammt von der ursprünglichen Bestimmung als Zentrum für Dialog und Austausch im Mittelmeerraum, eröffnet im Rahmen von Marseille-Provence 2013.
Das Gebäude steht auf der Esplanade du J4, nahe dem Fort Saint-Jean und dem MuCEM, fast vollständig vom Meer umgeben. Eine Treppe verbindet die Promenade der Esplanade mit dem Untergeschoss. Die Kapazität ist auf 500 Personen auf Ebene 2 und 250 im Ausleger begrenzt, der Zugang wird daher geregelt. Im Januar 2018 geschlossen, wurde die Villa 2022 wiedereröffnet.
Der 40 Meter lange Ausleger, der eine 760 m² große Ausstellungsfläche 19 Meter über einem 2.000 m³ fassenden Becken trägt, gilt als der längste bewohnte Ausleger der Welt. Er brachte dem Gebäude Spitznamen wie „weißer Elefant“ und „Tacker“ ein.
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