Fort du Larmont inférieur, Militärfestung in La Cluse-et-Mijoux, Frankreich
Das Fort du Larmont inférieur ist ein bastionsloses Fort, das zwischen 1845 und 1851 auf 1.032 m Höhe in der Gemeinde La Cluse-et-Mijoux errichtet wurde. Seine Räume sind auf sechs Ebenen in den Felsen gehauen, und es besitzt zwei 1882 wiederaufgebaute einstöckige Kasernen. Die fast fensterlosen Mauern aus hellem grauem Stein mit kleinen rechteckigen Öffnungen umschließen einen grasbewachsenen Wall.
Das Fort wurde zwischen 1845 und 1851 errichtet, um das Fort de Joux zu schützen und die Bergpässe gegen potenzielle Invasionen zu verstärken. Eine Explosion 1877 zerstörte große Teile, woraufhin es zwischen 1882 und 1884 mit neuen Verteidigungstechniken wieder aufgebaut wurde.
Das Fort ist heute ein Ort, wo Besucher die militärische Architektur des 19. Jahrhunderts unmittelbar erfahren können, mit seinen in den Felsen gehauenen Räumen und Kammern. Die Struktur erzählt von der strategischen Bedeutung dieser Bergregion für die französische Verteidigung.
Die Festung liegt auf einem Berg mit anspruchsvolleren Wegen, weshalb gutes Schuhwerk und moderate körperliche Fitness hilfreich sind. Das Fort ist nicht immer frei zugänglich, daher lohnt sich eine Vorinformation über regelmäßige Öffnungen und geführte Besichtigungen in der Region.
Am Eingangsgiebel stehen zwei Namen: Das Boulanger-Dekret von 1887 benannte das Fort nach General Jean-Pierre Firmin Malher, und obwohl das Dekret im Oktober widerrufen wurde, blieben beide Namen in den Stein gemeißelt. Die Explosion von 1877, die die Gebäude zerstörte, ging auf 3 Tonnen vom Zoll beschlagnahmten Sprengstoffs zurück.
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