Hôtel-Dieu de Clermont-Ferrand, Historisches Krankenhaus im Zentrum von Clermont-Ferrand, Frankreich
Das Hôtel-Dieu de Clermont-Ferrand ist ein großes Krankenhaus im südlichen Teil der Altstadt mit mehreren Flügeln und Gärten. Die Gebäude sind aus lokalem Volvic-Stein errichtet und bilden ein zusammenhängendes Ensemble über eine beträchtliche Fläche.
Das Hôtel-Dieu steht auf dem Gelände des früheren hôpital de la Charité und ersetzte das hôpital Saint-Barthélemy zwischen dem marché Saint-Pierre und der avenue des États-Unis. Der erste Bau entstand 1767 bis 1773, wohl nach Plänen des Architekten Dijon, und bot 500 Betten; zwischen 1808 und 1815 wurde er unter dem Architekten Rousseau erweitert. In der Revolution hieß es grand hospice de l'humanité; die école de sages-femmes baute 1892 Jean Teillard.
Der Name Hôtel-Dieu, „Herberge Gottes“, bezeichnet ein Spital auf dem Gelände des früheren hôpital de la Charité. Während der Revolution wurde es in grand hospice de l'humanité umbenannt. Wie andere Inseln von Clermont-Ferrand besitzt der Ort Keller und unterirdische Gänge, und die Künstler Gustave Gournier und Émile Mery wirkten hier.
Das CHU verließ den Standort ab Ende 2009, die Umnutzung erfolgt in Etappen: Im Hauptgebäude soll die größte Bibliothek der Clermont Auvergne Métropole entstehen, im ehemaligen pavillon Dijon neben einem Lesegarten, mit angekündigter Eröffnung im Herbst 2026. Das Programm umfasst 980 Wohnungen, 15.000 m² Grünflächen, Geschäfte und Büros. Da der Standort als Monument historique eingetragen ist, sind Bauarbeiten und eingeschränkte Zugänge zu erwarten.
Das älteste Gebäude des Geländes, der pavillon du Refuge, zuletzt als Leichenhalle genutzt, wurde 2004 wegen eines Fehlers der Eintragungskommission nicht unter Denkmalschutz gestellt. Zudem besitzt das Gelände Keller und unterirdische Gänge wie mehrere andere Häuserblöcke von Clermont-Ferrand.
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