St-Michel, Barockkirche in La Turbie, Frankreich
Die Église Saint-Michel ist eine Kirche in barocker Bauweise mit einem Grundriss in Form eines Ovals, erweitert um einen halbkreisförmigen Chor am Ende. Das Innere beherbergt sechs gewölbte Seitenkapellen und wird von einem charakteristischen Zwiebeldach gekrönt.
Der Bau entstand zwischen 1764 und 1777 unter der Leitung des Architekten Antoine Spinelli und verwendete dabei Steine vom nahen Trophy of Augustus. Diese Wiederverwendung von antiken Materialien verband die religiöse Geschichte des Ortes mit seiner römischen Vergangenheit.
Der Name bezieht sich auf die Schutzfunktion des Erzengels Michael, dessen Darstellung über dem Eingang wacht. Besucher spüren hier den lokalen Glauben an den himmlischen Schutz, der das Dorf seit Jahrhunderten prägt.
Der Besuch ist tagsüber möglich, mit längeren Öffnungszeiten an wärmeren Monaten für bessere Lichtverhältnisse. Wer die Innenausstattung und die Kunstwerke sehen möchte, sollte in den helleren Stunden anreisen, da die Kapelle nicht künstlich beleuchtet ist.
Der Glockenturm enthält vier Glocken, von denen jede zu einer Kardinalrichtung ausgerichtet ist, um den Klang in alle Himmelsrichtungen zu verbreiten. Das charakteristische Zwiebeldach ist mit glasierten, farbigen Fliesen gedeckt, die sich farblich von den üblichen Kirchendächern der Region unterscheiden.
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