Hôtel Dahus, Renaissance-Herrenhaus in Toulouse, Frankreich
Das Hôtel Dahus ist ein Stadtpalais in der Rue Théodore-Ozenne 9 in Toulouse. Sein Hauptgebäude aus beigem Backstein, in den 1460er- bis 1470er-Jahren errichtet, hat einen rechteckigen Grundriss und wird von blinden Maschikulis und Zinnen bekrönt. Ein ab 1532 neu errichteter, erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts vollendeter Mittelturm besitzt ein achteckiges Obergeschoss mit kleinen Fenstern, einen Zinnenkranz und ein kleineres Türmchen mit Kuppel. Die Fassade zeigt Reihen rechteckiger Fenster mit steinernen Gewänden und Mittelpfosten.
In den 1460er-1470er Jahren für den Juristen Pierre Dahus erbaut, der 1474-1475 Capitoul war, ging das Haus 1528 an Guillaume de Tournoer über, Präsident des Parlements von Toulouse, der den Treppenturm 1532 neu errichten ließ; fertiggestellt wurde er erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. 1910 beseitigte der Durchbruch der rue Théodore-Ozenne den Westteil, die frühere Brandmauer wurde zur Fassade. Am 27. Juni 1925 wurde es als Monument historique eingetragen.
Das als historisches Monument eingetragene Herrenhaus repräsentiert die Wohnarchitektur wohlhabender Bewohner während der französischen Renaissance im Südwesten.
Das Herrenhaus steht in der Rue Théodore-Ozenne Nr. 9, einer Straße, die 1910 durch das alte Anwesen gebrochen wurde, sodass nur ein Teil des Haupthauses erhalten ist. Das Innere ist privat und nicht zugänglich; Turm, Zinnen und Maßwerkfenster sind von der Straße aus zu sehen. Der lateinische Wahlspruch ist in den Stein des Turms eingraviert.
Am Turm ist ein lateinischer Wahlspruch in den Stein gemeißelt: ESTO MICHI DOMINE TURRIS FORTITUDINIS A FACIE INIMICI, „Herr, sei mir ein Turm der Stärke gegen den Feind“. 1532 begonnen, wurde er erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts vollendet.
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