Rotonde ferroviaire de Grigny, Eisenbahnrotunde in Grigny, Frankreich.
Die Rotonde ferroviaire de Grigny ist ein rundes Betriebswerk für Lokomotiven mit einer charakteristischen Metallkuppel von etwa 55 Metern Durchmesser. Das Gebäude umfasst eine Fläche von rund 9000 Quadratmetern und zeigt die typische industrielle Architektur des 19. Jahrhunderts.
Das Gebäude wurde 1881 von der Compagnie du Paris-Lyon-Méditerranée als Eisenbahn-Wartestelle gebaut und war Jahrzehnte lang ein wichtiger Ort für die Lokomotivenwartung. Der Betrieb endete 2009, nachdem die Eisenbahn die Anlage nicht mehr brauchte.
Die Rotonde wurde 2013 zur Kunstausstellung für die Zeitgenössische Kunstbiennale von Lyon umgenutzt und zeigte dort Installationen zeitgenössischer Künstler. Die Umwandlung in einen Ausstellungsraum hat dem Gebäude ein neues Leben gegeben und zieht heute Kunstinteressierte an.
Der Ort liegt entlang der Bahnstrecke von Moret-Veneux-les-Sablons nach Lyon und ist auf Wanderungen oder Fahrradtouren zu erreichen. Das Gelände ist leicht zugänglich und bietet einen guten Aussichtspunkt auf die Architektur der Eisenbahnanlage.
Das Gebäude war so robust gebaut, dass es die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs 1944 schadlos überstanden hat und seine ursprüngliche Struktur bewahrt. Zur Blütezeit konnte die Anlage etwa 72 Lokomotiven gleichzeitig beherbergen und warten.
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