ASTRID, Nuklearforschungsanlage in Marcoule, Frankreich
ASTRID war ein geplantes Kernforschungsprojekt auf dem Gelände von Marcoule, das einen natriumgekühlten Schnellreaktor mit einer Leistung von 600 Megawatt vorsah. Das Projekt war darauf ausgelegt, technologische Fortschritte in der Kernenergie zu demonstrieren und Erfahrungen für mögliche zukünftige Anlagen zu sammeln.
Das Projekt entstand in den 2000er Jahren als Nachfolger früherer Reaktoren wie Rapsodie, Phenix und Superphenix, die Erfahrungen mit natriumgekühlter Technologie gesammelt hatten. Die französische Atomenergiebehörde investierte Hunderte Millionen Euro, stellte die Arbeiten aber 2019 ein.
Die Entwicklung von ASTRID zeigte Frankreichs Engagement für nukleare Innovation mit 500 Fachkräften und internationalen Partnerschaften.
Das Projekt befand sich auf dem Gelände von Marcoule, einem größeren Kernforschungskomplex mit mehreren anderen Einrichtungen. Besucher können das Gelände nicht betreten, da es sich um ein aktives Industriegebiet mit Sicherheitsbestimmungen handelt.
Das Projekt war an internationale Zusammenarbeit gebunden, insbesondere mit Japan, das ähnliche Technologien entwickelte. Diese Partnerschaft zeigte, dass mehrere Länder parallel an Lösungen für fortgeschrittene Kernenergie arbeiten wollten.
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