Réserve naturelle régionale du marais de Stors, Regionales Naturschutzgebiet in Mériel, Frankreich
Die réserve naturelle régionale du marais de Stors ist ein Feuchtgebiet in Mériel, nördlich von Paris, das Schilfflächen, Nasswiesen, kleine Bäche und Waldabschnitte umfasst. Das Gebiet erstreckt sich am Rand des Waldes von l'Isle-Adam, in unmittelbarer Nähe des Flusses Oise, und beherbergt eine große Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten.
Im 12. Jahrhundert nutzten Mönche der nahe gelegenen Abtei Notre-Dame du Val das Gebiet für die Fischzucht und veränderten dabei den Wasserverlauf und die Form des Landes grundlegend. Im frühen 20. Jahrhundert wurden Teile des Sumpfes trockengelegt, um Felder für die Landwirtschaft zu gewinnen, bevor das Gebiet in den 1970er Jahren aufgegeben und 2009 offiziell als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde.
Das Sumpfgebiet liegt in einer Zone, die seit dem Mittelalter von Menschenhand geformt wurde und in der sich die Natur heute ihren Platz zurückerobert hat. Die Teiche und Wasserläufe, die einst für die Fischzucht angelegt wurden, sind heute Lebensraum für Vögel und Insekten, die man beim Spaziergang entlang der markierten Wege beobachten kann.
Der Eingang zur Reserve befindet sich in der Nähe von Mériel, und markierte Wege führen Besucher durch das Gebiet, ohne die empfindlichen Lebensräume zu beeinträchtigen. Es wird empfohlen, auf den ausgeschilderten Pfaden zu bleiben und die Tiere nicht zu stören.
Der kleine Bach Vieux Moutiers, der durch das Tal fließt, war einst der Dreh- und Angelpunkt der mittelalterlichen Fischwirtschaft der Mönche und prägt noch heute die Wasserführung im Gebiet. Die laufenden Restaurierungsarbeiten, die auf eine Verbesserung der Wasserverteilung abzielen, verändern die Landschaft des Gebietes von Jahr zu Jahr.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.