Bains Lillois, Öffentliches Bad in Lille, Frankreich.
Die Bains Lillois ist eine Badeanstalt in Lille mit einer klassizistischen Fassade, die durch vier rosa Marmorsäulen gestützt wird und ein von einer Balustradengalerie gekröntes Gesims aufweist. Das ursprüngliche Gebäude verfügte über 270 Umkleidekabinen und drei unterschiedliche Schwimmbecken für verschiedene Leistungsstufen.
Die Anlage wurde zwischen 1890 und 1892 von Architekt Albert Baert errichtet und wurde damit zu einem modernen Freizeitort für die Stadt. Das Gebäude überstand das 20. Jahrhundert, bis es 1981 aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde.
Diese Badeanstalt spielte eine Schlüsselrolle bei der Einführung des Wasserballs in Frankreich und beherbergte zwei Schwimmclubs, darunter die Pupilles de Neptune de Lille, Frankreichs erster Wasserbauplatz. Die Institution prägte die lokale Sportkultur und zog Menschen an, die neue Wassersportarten ausprobieren wollten.
Besucher sollten wissen, dass das Gebäude nicht mehr als Badeanstalt zugänglich ist, da es seit 1981 geschlossen wurde. Die Fassade kann von außen besichtigt werden und zeigt die erhaltene architektonische Qualität dieser historischen Stätte.
1924 schuf der Künstler Alfred Labille spezialisierte Bleiglasfenster für das Badhaus, die künstlerische Elemente in diese öffentliche Einrichtung integrierten. Diese künstlerischen Details zeigen, wie die Pflege von Schönheit und Design auch in funktionalen Räumen des Alltags wichtig war.
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