Synagoge, Aschkenasische Synagoge in Lille, Frankreich
Die Synagoge von Lille ist ein eklektisches Bauwerk aus dem Jahr 1891 mit einem 17 Meter langen Kirchenschiff, das von zwölf gusseisernen Säulen getragen wird, welche die zwölf jüdischen Stämme darstellen. Das Gebäude verbindet verschiedene architektonische Stile und wurde nach einer dreijährigen Restaurierung 2022 in seinem ursprünglichen Zustand wiedereröffnet.
Die Synagoge wurde 1891 vom Architekten Théophile-Albert Hannotin fertiggestellt und überstand den Zweiten Weltkrieg, als deutsche Truppen sie als Lagerhaus für Militärausrüstung nutzten. Nach dem Krieg blieb das Gebäude erhalten und funktioniert heute wieder als Gotteshaus für die jüdische Gemeinde.
Die Fassade zeigt die Gesetzestafeln und Storchpaare auf Pilastern, die an die elsässischen Wurzeln der jüdischen Gemeinde erinnern. Diese Symbole erzählen von der Geschichte und den Traditionen, die diese Gemeinschaft über Generationen bewahrt hat.
Das Gebäude ist über öffentliche Verkehrsmittel leicht zu erreichen und befindet sich in der Nähe anderer Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Der Zugang ist normalerweise bei Veranstaltungen oder durch vorherige Vereinbarung möglich, daher sollte man sich vorher informieren.
Der Innenraum bewahrt das ursprüngliche Mobiliar, das der Architekt Hannotin speziell für das Gebäude entworfen hat, was unter französischen Synagogen sehr selten ist. Diese erhaltene Ausstattung gibt dem Besuch einen authentischen Eindruck von der ursprünglichen Gestaltung.
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