Maison Coilliot, Art Nouveau Residenz in Lille, Frankreich.
Die Maison Coilliot ist ein Wohnhaus im Jugendstil mit vier Etagen und zwei unterschiedlich gestalteten Fassaden. Die grünen glasierten Lavasteine, schmiedeeisernen Details und Keramikelemente prägen das Erscheinungsbild, während Balkone die beiden Seiten des Gebäudes miteinander verbinden.
Der Architekt Hector Guimard entwarf dieses Haus 1900 für Louis Coilliot, einen Keramikfabrikanten, der sein Geschäft im Erdgeschoss betrieb. Das Gebäude entstand in einer Zeit, als der Jugendstil Europas Architektur neu definierte und Kunsthandwerk mit modernem Design verschmolz.
Das Haus zeigt, wie Kunsthandwerk und Geschäft zusammenkamen, indem die Fassade wie ein großes Schaufenster für Keramikprodukte wirkte. Die grünen glasierten Lavasteine waren selbst ein Beispiel für die hochwertigen Materialien, die der Besitzer herstellte und verkaufte.
Das Gebäude lässt sich von außen gut erkunden, da die beiden Fassaden vom öffentlichen Raum aus sichtbar sind und die Gestaltungsdetails deutlich zu erkennen sind. Ein Besuch ist am besten zu Tageszeiten möglich, wenn das Licht die Farben der Fliesen optimal zur Geltung bringt.
Das Grundstück ist ein großzügiger Komplex mit zusätzlichen Gebäuden, darunter ein Lagerhaus, das vom Pionier des Stahlbetonbaus François Hennebique entworfen wurde. Diese Nebenbau zeigt eine andere Seite des modernen Bauens und verdient die gleiche Aufmerksamkeit wie die berühmtere Wohnfassade.
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