Chapelle Sainte-Radegonde de Chinon, Romanische Kapelle in Chinon, Frankreich
Die Chapelle Sainte-Radegonde de Chinon ist eine in den Tuffstein gehauene Kapelle in Chinon, im Loire-Tal in Frankreich. Sie besteht aus zwei Schiffen, von denen eines vollständig in den Fels integriert ist, während das andere an den natürlichen Stein angrenzt.
Die Kapelle entstand im 11. Jahrhundert an der Stelle, an der die heilige Radegunde im 6. Jahrhundert als Eremitin gelebt haben soll. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie zu einem Pilgerort und erhielt im Mittelalter zusätzliche Einbauten.
Die Kapelle trägt den Namen der heiligen Radegunde, einer fränkischen Königin, die im 6. Jahrhundert in dieser Gegend als Eremitin lebte. Ihr Bild ist an den Wänden des in den Fels gehauenen Teils noch heute sichtbar und gibt dem Ort einen persönlichen Charakter.
Die Kapelle liegt am Fuß der Hänge unterhalb der Burg von Chinon und ist von der Altstadt aus zu Fuß erreichbar. Da die Öffnungszeiten je nach Saison variieren, empfiehlt es sich, vor dem Besuch die aktuellen Informationen zu prüfen.
Zu den Wandmalereien in der Kapelle gehört eine Jagdszene, in der einige Historiker Mitglieder der Plantagenet-Familie erkannt haben wollen. Solche Darstellungen weltlicher Themen in einem Sakralraum sind für das 12. Jahrhundert außergewöhnlich selten.
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