Hôtel de ville de Roubaix, Verwaltungsgebäude am Grand Place, Roubaix, Frankreich
Das Hôtel de ville de Roubaix ist das Rathaus der Stadt Roubaix im Norden Frankreichs und befindet sich an einem zentralen öffentlichen Platz. Es besteht aus einem mittleren Pavillon und zwei Seitenflügeln, die städtische Dienste sowie die Handelskammer beherbergen.
Der Bau begann 1907 unter dem Architekten Ernest Thibeau und wurde 1911 mit der Fertigstellung des mittleren Pavillons durch Victor Laloux abgeschlossen. Die Arbeiten fielen in eine Zeit, in der Roubaix durch die Textilindustrie zu einer der wohlhabendsten Städte Frankreichs geworden war.
Die Fassade des Gebäudes ist mit Reliefs geschmückt, die Szenen aus der Textilindustrie zeigen, vom Anbau der Baumwolle bis zur Verarbeitung. Diese Darstellungen erinnern daran, dass Roubaix einst zu den wichtigsten Textilstädten Europas zählte.
Das Rathaus ist vom öffentlichen Platz aus gut sichtbar und die Außenfassade kann jederzeit ohne besondere Vorbereitung besichtigt werden. Ein Rundgang um das Gebäude lohnt sich, um die gesamten Skulpturen und architektonischen Details aus der Nähe zu betrachten.
Während des Ersten Weltkriegs diente das Rathaus als Hauptquartier der deutschen Militärkommandantur, nachdem bayerische Truppen die Stadt besetzt hatten. Viele Besucher wissen nicht, dass dieser Teil seiner Geschichte hinter der repräsentativen Fassade verborgen liegt.
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