Roubaix, Industriekommune in Nord, Frankreich
Roubaix ist eine Kommune im Norden Frankreichs, die Teil der Metropolregion Lille ist und sich nahe der belgischen Grenze am Canal de Roubaix befindet. Die Bebauung besteht aus ehemaligen Fabrikgebäuden aus rotem Backstein, Wohnblocks und neu gestalteten Gewerbegebieten, die das frühere Industriezeitalter widerspiegeln.
Die Textilindustrie verwandelte den Ort im 19. Jahrhundert von einer kleinen Gemeinde in ein großes Produktionszentrum, dessen Bevölkerung von 25.000 auf 122.000 Einwohner vor dem Ersten Weltkrieg anstieg. Nach dem Niedergang der Textilfabriken in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann eine schrittweise Umgestaltung hin zu Dienstleistungen und Technologie.
Die Stadt trägt einen Namen flämischen Ursprungs und spiegelt ihre Lage an der Sprachgrenze wider, wo französische und flämische Einflüsse bis heute sichtbar bleiben. Lokale Märkte und Geschäfte zeigen diese Mischung in Architektur und Alltagsleben, besonders in den Vierteln nahe der belgischen Grenze.
Die Stadt erreicht man über Autobahnverbindungen von Lille oder aus Belgien, wobei öffentliche Verkehrsmittel innerhalb der Metropolregion ebenfalls verfügbar sind. Ein Rundgang durch ehemalige Industrieviertel und entlang des Kanals bietet Einblicke in die Stadtstruktur und ihre Entwicklung.
Das Pariser-Roubaix-Radrennen endet im städtischen Velodrom und nutzt seit 1896 die berüchtigten Kopfsteinpflasterstrecken der Region. Das Museum La Piscine befindet sich in einem ehemaligen Art-déco-Schwimmbad und zeigt Sammlungen aus Malerei, Skulptur und Textilkunst des 19. und 20. Jahrhunderts.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.