Zisterzienserinnenabtei Le Sauvoir, Zisterzienserkloster in Athies-sous-Laon, Frankreich.
Die Abbaye du Sauvoir-sous-Laon war ein Zisterzienserkloster in der Nähe von Laon in Nordfrankreich, das sich auf einer Plattform leicht erhobenen Landes befand. Der Komplex umfasste Steinmauern, Entwässerungsgräben und mehrere Gebäudereste aus verschiedenen mittelalterlichen Phasen, die heute unter der Erde liegen.
Das Kloster wurde 1220 gegründet, um Nonnen aufzunehmen, die nicht in die Abtei Montreuil-les-Dames aufgenommen werden konnten. Unter der Aufsicht der Abtei Foigny wuchs die Institution durch Schenkungen und blieb bis zur Französischen Revolution als religiöse Gemeinschaft bestehen.
Das Kloster war ein Zentrum für handwerkliche Arbeiten und religiöses Leben nach den strengen Regeln des Zisterzienserordens. Die Nonnen führten hier ihr alltägliches Leben zwischen Gebeten und praktischen Aufgaben, die das Funktionieren der Gemeinschaft ermöglichten.
Der Ort ist archäologisch ausgegraben und die Fundamente sind unter der Erde sichtbar, was einen Eindruck der ursprünglichen Anordnung vermittelt. Um den Standort zu besuchen, sollte man bedenken, dass es sich um eine früher besiedelte, nun offene Fläche handelt, auf der kaum Gebäude stehen.
Eine bemerkenswerte Besucherin war Jeanne von Flandern, die Witwe des Grafen Enguerrand IV von Coucy, die dem Kloster mehrere Spenden machte. Später wurde sie selbst zur Äbtissin dieser Gemeinschaft ernannt, was eine ungewöhnliche Rolle für eine adelige Witwe in dieser Zeit darstellte.
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