Réserve naturelle nationale de la baie de Saint-Brieuc, Nationales Naturschutzgebiet in der Küstengegend von Saint-Brieuc, Frankreich.
Das Réserve naturelle nationale de la baie de Saint-Brieuc umfasst 1.140 Hektar im Süden der Bucht, überwiegend auf dem maritimen öffentlichen Eigentum, dazu 4 Hektar der Dünen von Bon Abri bei Hillion. Bei Niedrigwasser zeigen die hellen Sand- und Schlickflächen lange, gewellte Bänder flachen Wassers, die den Himmel spiegeln; kleine Watvögel stehen im Sand, rechts liegt eine grün bewachsene Landspitze.
Die Bucht von Yffiniac wurde bereits 1973 als maritimes Jagdschutzgebiet ausgewiesen. Erste Anträge auf Ausweisung als Naturschutzgebiet kamen 1981 als Ausgleich für die Erweiterung des Hafens von Légué auf, das Verfahren begann jedoch erst Anfang der 1990er Jahre. Per Dekret vom 28. April 1998 wurde das Schutzgebiet eingerichtet. Mit Vereinbarung vom 6. Juni 2005 wurde die Verwaltung Saint-Brieuc Agglomération und dem Verein Vivarmor Nature übertragen.
Das Maison de la Baie in Hillion ist für die Öffentlichkeit zugänglich und stellt die überwinternden Vögel der Bucht vor. Das Marais d'Yffiniac bildet nach der Bucht von Mont-Saint-Michel die größte Salzwiesenfläche der nordarmorikanischen Küste, mit Salzschwaden und Obione. Der GR34 verläuft entlang der Küste des Schutzgebiets.
Markierte Wanderwege und mehrere Beobachtungspunkte ermöglichen es Besuchern, das Gelände zu erkunden und Vögel in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Der Küstenweg GR34 führt durch das Schutzgebiet und verbindet verschiedene Zugangspunkte.
Die Bucht erlebt einige der stärksten Gezeitenbewegungen der Welt und lockt Zehntausende von Zugvögeln an, die hier Energie tanken, um ihre langen Reisen fortzusetzen. Diese extreme Gezeitendynamik schafft Bedingungen, die nur wenige andere Küstenstellen auf der Erde haben.
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