Casino de Granville, Historisches Casino an der Normandieküste, Frankreich
Das Casino de Granville ist ein 1911 eingeweihtes Spielhaus auf einem Felsvorsprung am Fuß des Strandes. Seine stuckierte und verputzte Fassade ist blassgelb, die Dächer sind braun; zwei quadratische Belvederetürme mit Spitzdächern und offenen Arkadengeschossen flankieren den Hauptbau und sind durch eine Pergola verbunden. Der Stil verbindet Beaux-Arts-Akademismus mit dem malerischen Charakter kleiner normannischer Städte.
Das Kasino wurde 1909 vom amerikanischen Finanzier Frank Jay Gould und dem belgischen Promoter Georges Bonheur mit Pariser Investoren gegründet, um das Salon des bains de mer zu ersetzen. Der Pariser Architekt Auguste Bluysen, auch Autor der Kasinos von Le Touquet, Algier und Vittel, entwarf es als Kompromiss zwischen Beaux-Arts-Akademismus und dem malerischen Charakter der kleinen normannischen Städte. Es öffnete am 15. Juli 1911. 1925 baute Bluysen es um: Betonpergola statt Holz, Restaurant und Empfangssaal im Art-déco-Stil. Fassaden, Dächer, zwei Campaniles, Pergola und alte Eingangshalle wurden am 18. Mai 1992 als Monuments historiques eingetragen.
Das Wort „CASINO“ steht in Großbuchstaben auf der geschwungenen Ecke des linken Gebäudeteils über der Seemauer. Die ehemalige Eingangshalle dient heute als Spielsaal; ihre Ausstattung ist seit 1992 zusammen mit Fassaden, Dächern, zwei Campaniles und Pergola geschützt. Der 1957 vergrößerte Theatersaal öffnete 1991 als Théâtre de l'Archipel wieder.
Das Kasino steht auf einer Terrasse am Fuß des Strandes, unterhalb des Felsvorsprungs, auf den es hinausragt; man erreicht es zu Fuß von der Stadt hinab, nicht über einen Eingang im Zentrum. Die geschützten Fassaden, Dächer, zwei Campaniles und die Pergola blicken zum Meer, und die ehemalige Eingangshalle dient heute als Spielsaal.
Die beiden quadratischen Türme mit offenen Belvedere-Aufsätzen und spitzen Dächern, verbunden durch eine Pergola, erinnern laut den Quellen an indische Paläste. Der Umbau von 1925 durch Auguste Bluysen ersetzte die Holzpergola durch eine Betonpergola und gab dem Restaurant und dem Empfangssaal ihre Art-déco-Innenräume. Fassaden, Dächer, beide Campaniles, die Pergola und die alte Eingangshalle wurden am 18. Mai 1992 als Monument historique eingetragen.
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