Îlet la Mère, Geschützte Insel in Remire-Montjoly, Französisch-Guayana.
Îlet la Mère ist ein geschütztes Eiland vor der Küste von Französisch-Guayana mit dichtem Sekundärwald und Höhen bis etwa 80 Meter. Das etwa 55 Hektar große Gelände beherbergt verstreute Ruinen von Gebäuden, die von verschiedenen historischen Nutzungen zeugen.
Das Eiland wurde 1777 zunächst als Lazarett für Kranke eingerichtet und diente später ab 1852 als Strafkolonie für politische Gefangene. Nach Ausbrüchen von Gelbfieber wurde der Betrieb 1875 aufgegeben und die Anlage allmählich verlassen.
Der Name des Eilands bezieht sich auf die "Mutter", eine Anspielung auf seine ursprüngliche Rolle als Zufluchtsort. Heute können Besucher noch Überreste von Gebäuden sehen, die von der vielfältigen Geschichte des Ortes erzählen.
Ein Wanderweg von etwa 3,5 Kilometern führt rund um die Insel und bietet Ausblicke auf die ehemaligen Gebäude. Der Weg ist teilweise anspruchsvoll und führt über bewaldetes Gelände, daher sollten Besucher festes Schuhwerk mitbringen.
Zwischen 1981 und 2001 betrieb das Pasteur-Institut ein Forschungszentrum zur Malaria-Bekämpfung mit Versuchstieren. Diese wissenschaftliche Phase zeigt, wie der Ort immer wieder neu genutzt wurde, nachdem die älteren Strukturen verlassen waren.
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