Mont Canisy battery, Artilleriebatterie in Benerville-sur-Mer, Frankreich
Die Batterie Mont Canisy ist eine deutsche Artillerieanlage aus dem Zweiten Weltkrieg auf der höchsten Erhebung der Normandie (110 m), erbaut 1941–1944. Sie umfasst sechs erbeutete französische 155-mm-Kanonen, zwei davon in Januar 1944 hinzugefügten Kasematten, sowie 25 Munitionsbunker, 25 Baracken, Mörsergruben, Tobruks und einen Feuerleitstand, verbunden durch 250 Meter Tunnel. Eine gedrungene grüne Metallkuppel krönt einen Betonbau.
Ab 1935 befand sich hier eine französische Marineküstenbatterie; Ende 1938 wurden vier 138-mm-Kanonen aufgestellt, im Januar 1940 kamen drei 75-mm-Geschütze hinzu. Die Batterie wurde am 14. Juni 1940 evakuiert, deutsche Truppen besetzten die Stellung. Ab 1942 bauten die Deutschen einen 25 Hektar großen Bunkerkomplex, Widerstandsnest WN Vill 013, für sechs erbeutete französische 155-mm-Kanonen; im Januar 1944 wurden zwei Kasematten ergänzt. Die Besatzung stellte die 2. Kompanie der 1255 Heeres-Küsten-Artillerie-Abteilung; am 21. August 1944 wurde die Anlage evakuiert.
Der Name stammt vom Hügel Mont Canisy, auf dem ab 1935 eine französische Marinebatterie stand, die am 14. Juni 1940 geräumt wurde. Deutsche Truppen errichteten 1942 den Komplex Widerstandsnest WN Vill 013, besetzt von der 2. Kompanie der 1255 Heeres-Küsten-Artillerie-Abteilung. Besucher sehen heute die Betonreste zwischen Bäumen, darunter eine grün gestrichene Metallkuppel über einer verwitterten Mauer.
Die Oberfläche des Geländes ist das ganze Jahr über als Naturschutzgebiet zugänglich und bietet einen Überblick über die Anlage. Die unterirdischen Bereiche können nur mit autorisierten Führungen besucht werden.
Das Fort liegt auf einer Höhe von etwa 110 Metern und bietet Ausblicke über die Seine-Mündung bis zum Hafen von Le Havre. Von diesem erhöhten Standort aus konnten die Verteidiger weite Teile der Küste und des Meeres überwachen.
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