Villa romaine de Plassac, Römische archäologische Stätte in Plassac, Gironde, Frankreich
Die Villa romaine de Plassac ist eine archäologische Stätte an einem terrassierten Hang über der Gironde-Mündung, wo die freigelegten Fundamente von drei aufeinanderfolgenden gallo-römischen Villen zu sehen sind. Niedrige Mauern aus kleinen flachen Steinen in Grau, Beige und Rötlich zeichnen rechteckige Räume nach; einige Abschnitte reichen knapp knietief, mit abgerundeter Mörtelkante. Lose Steine liegen auf dem nackten Boden, und am oberen Rand stehen eingeschossige Steinbauten mit flachen römischen Dächern.
Die Stätte wurde im 19. Jahrhundert zufällig entdeckt und 1883 als römische Villa erkannt; im selben Jahr kam ein Mosaik zum Vorschein, das mangels Mitteln wieder zugeschüttet und erst ein Jahrhundert später erneut freigelegt wurde. Camille Jullian brachte sie 1890 mit einem Gut in Verbindung, das im Testament Bischof Bertrands von Le Mans vom März 616 genannt wird. Die Grabungen begannen 1962 unter Gabrielle Émard vom Touring Club de France; 1984 kaufte das Département Gironde das Gelände.
Der Name Plassac geht auf Blattiacum zurück, das Gut des Blattius, das Anfang des 7. Jahrhunderts zu Blacciacum wurde. Das 1985 im alten Pfarrhaus eingerichtete Museum umfasst drei Räume und zeigt die Wandmalereien und Mosaiken der Fundstätte. Das 1883 freigelegte Mosaik wurde aus Geldmangel wieder zugedeckt und ein Jahrhundert später erneut entdeckt.
Die freigelegten Mauern reichen nur bis Kniehöhe, zwischen ihnen liegt Schutt auf nackter Erde, der Untergrund ist uneben; festes Schuhwerk ist sinnvoll. Das Museum befindet sich im ehemaligen Pfarrhaus des Ortes, getrennt von den terrassierten Ruinen, und zeigt die bemalten Wandputze und Mosaiken vom Grabungsgelände.
Der Name der Stätte geht auf ihren ersten Besitzer zurück: Aus dem Domaine de Blattius wurde Blattiacum, Anfang des 7. Jahrhunderts Blacciacum und im Mittelalter Plassac. Das 1883 freigelegte Mosaik wurde aus Geldmangel wieder mit Erde bedeckt und erst ein Jahrhundert später erneut entdeckt.
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